Zuchtrichtlinien

Gesellschaft der Hybridkatzen Interessensgemeinschaft

§ 01

Jedes Mitglied eines GHK ist berechtigt, einen Zwingernamen zu beantragen. Es sind in der Reihenfolge der Beliebtheit in dem Antrag drei Zwingernamen vorzuschlagen. Der Vorstand des GHK bewilligt den ersten Namen, wenn dieser noch im Zwingerregister geschützt ist. Sollte dies doch der Fall sein, wird der zweite bzw. der dritte Name geschützt (es kann auch eine Registrierung bei einem Vereinsundabhängigen Zentralgeister erfolgen). Die Eintragung des Zwingernamens wird dem Antragsteller schriftlich bestätigt und gilt auf Lebenszeit.

§ 02

Mitglieder, die einen Zwingernamen haben, der bereits bei einem anderen Verein geschützt ist, müssen, wenn sie den Namen beibehalten wollen, diesen bei der GHK zum Zwingerschutz anmelden.

§ 03

Der Zwingername muß stets gleichbleibend, entweder vor oder nach dem Eigennamen des Jungtieres, welches in diesem Zwinger geboren wurde, stehen. Bei erworbenen Tieren darf auf keinen Fall der eigene Zwingername verwandt werden.

§ 04

Der Zwingername ist bindend für alle im Haushalt des Mitgliedes lebenden Angehörigen. Jedes Mitglied kann nur einen Zwingernamen führen. Ein zweiter Zwingername im gleichen Haushalt ist nur dann gestattet, wenn der Partner eine völlig andere Rasse züchtet.

§ 05

DIE GHK führt ein Zuchtbuch, in das jede reproduzierende Katze eines Mitgliedes eingetragen werden muß (hiervon ausgenommen sind Mitglieder deren Zwinger bei einem anderen Verein registriert ist und die von der GHK keine Stammbäume beziehen). Registrierungen in anderen Vereinen (parallel und wahlweise) sind ausdrücklich verboten.

§ 06

Die Würfe sollten in alphabetischer Reihenfolge benannt werden. Der erste Wurf sollte mit A beginnen; Q und X können weggelassen werden. Dem gewählten Eigennamen kann abweichend von der alphabetischen Reihenfolge die Bezeichnung der Fellfarbe oder ein Adelstitel (als grundsätzlicher Teil des Zwingernamens) vorangestellt werden. Eigennamen dürfen nur einmal innerhalb von zwölf Jahren verwandt werden (Ausnahme: irrtümlich falsche Angabe des Geschlechtes und dadurch bedingte Namensänderung). Der Titel „Champion“, „Int. Ch.“ usw. ist ebenso wie die Zuchtbuchnummer Bestandteil des Namens. Es werden ausschließlich Bewertungen anerkannt, die auf einer Ausstellung der GHK oder eines von der GHK anerkannten Vereines erworben wurden. Im Zweifelsfall wird empfohlen, vor der Teilnahme an einer Ausstellung den Vorstand zu befragen.

§ 07

Jede Ahnentafel ist eine Urkunde, in der Eintragungen und Änderungen nur vom Zuchtleiter der GHK vorgenommen werden dürfen. Zuwiderhandlung fällt unter den Begriff der Urkundenfälschung und wird strafrechtlich verfolgt. Die Ahnentafel wird vom Zuchtleiter abgestempelt, ist jedoch nur rechtsgültig mit der zusätzlichen Unterschrift des Züchters.

§ 08

Zuchtkaterbesitzer sind verpflichtet, ihren der Allgemeinheit zur Verfügung stehenden Zuchtkater immer unter Kontrolle und in tadellosem Zustand zu halten, sowie nur gesunde Zuchtkatzen zur Paarung anzunehmen.

Es ist bei Androhung von Vereinsausschluß verboten, zur Paarung Katzen anzunehmen, welche von Züchtern oder mit Registrierpapieren eines anderen Vereines, welcher von der GHK nicht anerkannt ist, angenommen werden. Werden Katzen, die nicht registriert sind und deren Halter keinem Verein angehören, zur Verpaarung angenommen, zieht dies unweigerlich den Ausschluss nach sich.

§ 09

Kater- sowie Katzenbesitzer sollten bestrebt sein, nur rassegleiche Tiere zu paaren. Eine Kreuzung verschiedener Rassen ist nur mit Zustimmung des Zuchtleiter der GHK möglich.

§ 10

Nur gesunde, ungezieferfreie, entwurmte und geimpfte Katzen dürfen einem, Zuchtkater zur Deckung zugeführt werden. Eine Zuchtkatze sollte erstmals mit vollendetem 10. Lebensmonat gedeckt werden. Aus medizinischen Gründen erwünschte Ausnahmen müssen vorher vom Zuchtleiter der GHK genehmigt werden und bedürfen grundsätzlich eines tierärztlichen Nachweises in Form eines Attestes. Nach der Paarung darf die Katze mindestens 14 Tage keinen Kontakt zu anderen Katern haben.

§ 11

Zur Sicherung von gesundem widerstandsfähigem Nachwuchs, sowie zum Schutze der Mutterkatze sollte zwischen zwei Geburten einer Katze eine Pause von sechs Monaten liegen. Innerhalb von zwei Jahren sind drei Würfe erlaubt.

§ 12

Würfe müssen innerhalb von drei Wochen dem Zuchtleiter gemeldet werden. Die schriftliche Wurfmeldung zur Ausfertigung der Ahnentafel muß innerhalb von acht Wochen, nach der Geburt der Jungtiere erfolgen. Es ist der gesamte Wurf anzugeben. (auch Totgeburten) Bei Terminüberschreitung ist dem Vorstand der GHK freigestellt, pro Ahnentafel ein Bußgeld  (dreifache Stammbaumgebühr pro Jungtier) zu erheben. Nach Ablauf von 16 Wochen werden keine Ahnentafeln mehr ausgestellt. In begründeten Ausnahmefällen wird die doppelte Stammbaumgebühr fällig

Bei wiederholtem Verstoß gegen diese Bestimmung wird Zuchtverbot erteilt.

§ 13

Über Rasse- und Farbzugehörigkeit eines einzutragenden Tieres entscheidet zunächst der Züchter mit der Wurfmeldung. In Zweifelsfällen bezüglich Rasse und Farbe eines Jungtieres ist der Vorstand oder Zuchtleiter zu Rate zu ziehen. Falls sich dennoch auf einer Ausstellung eine andere Farbe herausstellt, ist dieses dem Zuchtwart mitzuteilen. Der Richterbericht ist beizufügen.

§ 14

Die Abgabe von Jungtieren ist erst ab einem Alter von 8 Wochen erlaubt, wenn diese gesund, frei von Parasiten und voll gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen schutzgeimpft sind. Unter 8 Wochen darf ein Jungtier keinesfalls ausgestellt werden.

§ 15

Dem Käufer eines Tieres müssen Ahnentafel und Impfpaß ausgehändigt werden. Wir raten dringend, einen Kaufvertrag abzuschließen.

§ 16

Die Weitergabe von Katzen für gewerbliche Handelszwecke, insbesondere an Zoohandlungen, Tierhandlungen, Pelztierfarmen, sowie als Versuchstier ist strengstens Verboten. Bei Verstoß gegen diesen Paragraphen wird der Vereinsausschluß vollzogen.

§ 17

Mitglieder der GHK müssen über den Verkauf oder die Abgabe der von ihnen gezüchteten Jungtiere einen genauen Nachweis führen (Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Rasse Farbe u. evtl. Chipnummer des Jungtieres). Name und Anschrift des Erwerbers sowie das Abgabedatum sind auf Verlangen des Zuchtleiter oder Vorstand diesem vorzulegen.

Es wird im Hinblick der sich abzeichnenden Gesamteuropäischen Rechtslage (in Frankreich bereits durch Ministeriellen Erlass so vorgeschrieben) dringend empfohlen, einen genauen Nachweis über Ausgaben und Einnahmen bei der Zucht zu führen.

§ 18

Eine Rückkreuzung auf ein Elternteil, sowie eine Halbgeschwisterverpaarung ist nur einmal in drei Generationen gestattet. Über Geschwisterverpaarungen entscheidet der Zuchtwart des jeweiligen Mitgliedsvereins. In diesem Fall muß rechtzeitig ein Antrag mit Angabe von Gründen und Zuchtziel bei der Zuchtbuchstelle der Interessensgemeinschaft eingereicht werden.

Bei nicht beantragter Verpaarung kann der Zuchtwart des jeweiligen Mitgliedsvereins eine Strafgebühr für jeden geborenen Kitten festsetzen. Über die Höhe der Strafgebühr entscheidet der Zuchtwart im Einvernehmen mit dem Geschäftsführenden Vorstands.

§ 19

Katzen mit körperlichen Mißbildungen jeder Art, sowie Tiere mit Wesensmängeln sind von der Zucht auszuschließen,.

§ 20

Eventuelle Rasse- und Farbnummern der GHK erfahren Sie vom Zuchtwart oder vom Generalsekretär. (derzeit werden alle Farben voll ausgeschrieben)

§ 21

Jeder Zwinger kann im Auftrag des Vorstandes von einem Beauftragten unangemeldet besichtigt werden.

§ 22

Die GHK erwarten von ihren Einzelmitgliedern, daß sie ihren Katzen freien Kontakt mit Menschen und anderen Katzen der Hausgemeinschaft ermöglichen, auch Zuchtkater dürfen nicht völlig isoliert von Mitkatzen oder Menschen gehalten werden.

§ 23

Käfighaltung ist bei Androhung von Vereinsausschluß und Anzeige beim zuständigen Veterinäramt strengstens untersagt.

§ 24

Bei auftretenden Krankheiten ist es obligatorisch, den Rat und die Hilfe eines Kleintierarztes einzuholen. Katzen, die aus medizinischen Gründen zeitweise separat gehalten werden müssen, benötigen erhöhte menschliche Zuwendung und eine besondere hygienische Unterbringung. Infektiöse Krankheiten sind dem Zuchtleiter oder Vorstand umgehend zu melden.

§ 34

Die Katzen müssen regelmäßig gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft werden.

Die Ernährung der Katze muß artgerecht sein und ihren Bedürfnissen entsprechen. Krallenamputationen sind bei Androhung vom Ausschluß verboten, es sei denn, es liegen medizinische Gründe hierfür vor. Die Bestimmungen des jeweils gültigen Tierschutzgesetzes sind strengstens einzuhalten.

§ 35

Im Falle hochinfektiöser Erkrankungen einer Katze (z.B. Leukose, FIP, Panleukopenie, Katzenschnupfen, Microsporie etc.), ist dem Zuchtleiter oder Vorstand sofort Meldung zu machen. Das betroffene Mitglied darf so lange keine Ausstellungen besuchen, keine Tiere verkaufen, keine Tiere züchten und keine Tiere zum Decken geben oder annehmen, bis dem Zuchtwart nachgewiesen ist, daß der Bestand wieder gesund ist.

Jede Abweichung von den vorstehenden Bestimmungen bedarf der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand Es gilt in jedem Fall ergänzend zu den Zuchtbestimmungen die Satzung der GHK. Verstöße gegen diese Bestimmungen berechtigen den Zuchtwart, für eine bestimmte Zeit Zuchtverbot zu erteilen.

In schwerwiegenden Fällen kann der Vorstand ein Mitglied aus der Interessensgemeinschaft ausschließen.

§ 36

Die Zuchtrichtlinien der GHK sind Empfehlungen und nicht bindend für die Mitglieder, es sei denn, daß die Interessensgemeinschaft keine eigenen Zuchtrichtlinien hat.

Die Zuchtrichtlinien beziehen sich auf den Gutachtenentwurf der Deutschen Bundesregierung zur Novellierung des Tierschutzgesetzes nach Anpassung an das Europäische Tierschutzgesetz. Deshalb können einzelne Bestimmungen entsprechend der Gesetze der einzelnen EU Staaten in den verschiedenen Ländern unterschiedlich sein.

Europäische Vereine in nicht EU Ländern sollten, müssen aber diese Zuchtrichtlinien nicht gänzlich übernehmen.

Anpassung an (Gutachten zur Auslegung von § 11 b Tierschutzgesetz (Verbot von Qualzüchtungen) vom 23.07.2018

und Europäisches Tierschutzgesetz

Stand GHK 23.07.2018